Weitere Erfolgsgeschichten

Paralympics-Athletin Nataliia Mandryk

Die Paralympics Silber Medallien Gewinnerin im Rollstuhfechten Nataliia Mandryk war bei uns zu Besuch. Bei ihrem Besuch haben wir Gipsabdrücke von ihren Beinen genommen und uns danach zum Käffchen zusammengesetzt. https://www.youtube.com/watch?v=VMjEf75j_Ww

Unser ehemaliger Azubi Paul Schmidt

... ist heute top Geselle und für euch in unserem Sanitätshaus da. Mit 20 Jahren erkrankte Paul Schmidt an Knochenkrebs im rechten Bein. Zunächst erhielt er eine Tumorendoprothese, allerdings entzündete sich diese. Daher kam es 2016 zur Amputation – es wurden eine...

Die Familie Romera

Besuch aus dem Süden. Die Familie Romera kommt regelmäßig aus Kempten zu uns und lässt sich hier mit Prothesen versorgen!Maria Romera musste bereits 3 Wochen nach ihrer Geburt der linke Unterarm amputiert werden – Grund war eine Embolie. Ihrem Mann Manfred Romera...

Darian – Eine High-Tech Hand für den Dreikäsehoch

Der kleine Darian aus Rostock wurde mit Dysmelie geboren. Mit 2 Jahren bekam er bereits seine erste Armprothese. Ralph Scharpenberg baute ihm damals eine myoelektronisch gesteuerte Armprothese, damit er früh lernte mit 2 Händen zu agieren. Für sein junges Alter machte...

Henry Kaminski – Als Peer hilft er Betroffenen

Henry Kaminski, 50 Jahre, ist seit seinem Unfall 1989 durch eine Landmine linksseitig bis zur Mitte des Oberschenkels amputiert. Als Peer-Berater berät er ehrenamtlich in Krankenhäusern. Er unterstützt Menschen bei zu bewältigten Problemen bei drohender oder...

Jan-Christoph Ihrens – ein dreifach-Amputierter spielt Tischtennis

Als dreifach-Amputierter stellte Jan-Christoph Ihrens uns vor eine besondere Herausforderung. Momentan ist er mit einer Oberschenkelprothese mit C-Leg, einer Unterschenkelprothese mit dem Harmony-System und einer myoelektrischen Oberarmprothese ausgestattet.

Auch Jan war bereit, uns ein paar Fragen zu beantworten:

Ralph Scharpenberg: Hallo Jan, schön, dass wir auch dich interviewen dürfen. Magst Du ein wenig über dich und deine Prothesenversorgung erzählen?

Jan-Christoph Ihrens: Klar. Ich bin gerade 40 geworden, bin 1,78m groß und wiege… Tja, schwer zu sagen, denn ich kann mich nur mit Prothesen wiegen. Mit meinen beiden Beinprothesen, Jeans, T-Shirt und Schuhen wiege ich momentan 67 kg, aber die Angabe ist wenig aussagekräftig, denke ich.
Mir wurden vor elf Jahren nach einem Unfall der linke Oberschenkel, der rechte Unterschenkel und der linke Oberarm amputiert. Ich hatte das große Glück, bereits meine ersten Interimsprothesen von dir gebaut zu bekommen, und bereue es nicht, häufiger mal den doch etwas längeren Weg von meinem Wohnort Kiel nach Rostock zurücklegen zu müssen, wenn etwas an meiner Versorgung getan werden muss. Ihr habt bisher noch jedes Problem in den Griff bekommen. Momentan bin ich Robocop-mäßig mit einem C-Leg, einer Unterschenkelprothese mit Harmony-System und einer myoelektrischen Armprothese ausgerüstet – viel Hightech also.
Beruflich bin ich seit sieben Jahren selbstständig als Webentwickler und Webdesigner.

Ralph Scharpenberg: Und auch sportlich bist du recht aktiv?

Jan-Christoph Ihrens: Ja. Bereits als Jugendlicher habe ich ein paar Jahre lang Tischtennis gespielt. Nach einer „kurzen“ Pause von 20 Jahren habe ich vor etwa vier Jahren wieder damit angefangen. Zunächst habe ich ausschließlich in einer Mannschaft mit nicht behinderten auf Kreisebene gespielt, aber nach etwas über einem Jahr interessierte ich mich auch für den Behindertensport und bin dafür zusätzlich in einen speziellen Behindertensportverein eingetreten, der seine Sportler sehr gut unterstützt. Inzwischen trainiere ich in meinem „Hauptverein“, dazu privat mit einem sehr guten Trainer sowie im schleswig-hosteinischen Leistungszentrum für Behindertensport-Tischtennis wöchentlich insgesamt zwischen sechs und neun Stunden.

Ralph Scharpenberg: Benötigst du für deinen Sport spezielle Prothesen?

Jan-Christoph Ihrens: Nein, da sehe ich im Moment auch keinen Bedarf. C-Leg und Unterschenkelprothese bieten mir die benötigte gute Standfestigkeit und Balance verbunden mit großer Flexibilität – ich wüsste nicht, wie man das stark verbessern könnte. Auf die Armprothese verzichte ich beim Spielen; beim Sport stört sie – im Gegensatz zu den meisten Alltagssituationen – doch etwas.

Ralph Scharpenberg: Konntest du auch schon ein paar Erfolge verbuchen?

Jan-Christoph Ihrens: Als Highlights wären zwei Aufstiege in drei Spielzeiten mit meiner „Nichtbehinderten-Mannschaft“, ein dritter Platz im Einzel bei den Kreismeisterschaften (ebenfalls bei den Nichtbehinderten) sowie drei Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften im Behindertensportbereich zu nennen. Bei der letzten DM bin ich immerhin ins Viertelfinale gekommen, habe also den geteilten 5. Platz belegt. Noch keine Weltklasse-Platzierungen, aber ich arbeite daran. (grinst)

Ralph Scharpenberg: Hast du noch einen Ratschlag für unsere Kunden?

Jan-Christoph Ihrens: Wie Nick schon sagte: Man darf nicht aufgeben, muss immer weiter an sich arbeiten. Es gibt Momente, in denen das frustrierend erscheint, aber andererseits ist es erstaunlich, was man – nicht zuletzt dank der guten Prothesentechnik – auch als Amputierter alles erreichen kann.

Ralph Scharpenberg: Dann danke ich dir für das Gespräch und wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Tischtennis!

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